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So funktioniert die Solidarische Landwirtschaft

Das solidarische Prinzip… 

In einer Solidarischen Landwirtschaft werden die Lebensmittel nicht mehr über den anonymen Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen durchschaubaren Wirtschaftskreislauf, der von den Verbrauchenden finanziert wird.

Sie als Ernteteilende binden sich für eine Saison an einen Hof und übernehmen somit Mitverantwortung für das Gelingen des Jahresanbaus. Solidarische Landwirtschaft fördert und erhält somit regionale Landwirtschaft, stellt saisonale Lebensmittel zur Verfügung und ermöglicht (das ist unser Anspruch) einen neuen Bildungs- und Erfahrungsraum.

Solidarische Landwirtschaft ist damit eine innovative Strategie für eine lebendige, verantwortungsvolle Landwirtschaft, die gleichzeitig die Existenz der dort arbeitenden Menschen sicherstellt und einen essenziellen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet.

  • Wöchentlich gibt es für alle tagesfrische Salate, Gemüse und je nach Jahreszeit und Erträge auch Früchte.
  • Unser Angebot wird durch die Jahreszeit bestimmt. Im Frühjahr ist der Ernteanteil in der Regel kleiner, wächst dann mit den wärmeren Temperaturen. So stehen im Sommer und Herbst in der Regel 8-10 Kulturen wöchentlich zur Verfügung und machen den Speiseplan schön bunt.

 

Vorteile einer SoLaWi

  • Wöchentlich frisches Gemüse, Salate und saisonal auch Obst
  • handwerklich angebautes Gemüse, nach Naturland-Richtlinien zertifiziert
  • Direkter Kontakt zum Hof und den davon lebenden und daran arbeitenden Menschen
  • Unterstützung eines Solidarischen Saatgutanbaus (Teilsam)
  • Teilhabe am Leben in jahreszeitlichen Rhythmen durch unser Gemüseangebot, der regelmäßigen Hofpost und Treffen oder Feiern auf dem Hof.
  • Freude an der Arbeit! Durch die Konzentration auf das Wesentliche und das Wissen, warum und für wen wir arbeiten.
  • Gemeinschaft und Begegnung

 

Unsere Abholzeiten

  • freitags 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr
  • samstags 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr

 

Häufige Fragen

Was wird bei Euch angebaut?
Der Schwerpunkt liegt auf den Gemüseanbau. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit Honig, Öle oder Produkte vom Bioschwein zu erwerben. Ab September gibt es die Möglichkeit die Patenschaft für ein Huhn zu übernehmen und in den Genuss der „Solidarischen Eier“ zu kommen.

Gemüse
Aubergine, Brokkoli, Buschbohnen, Eiszapfen, Fenchel, Filderkraut, Grünkohl, Gurken, Haferwurz, Kartoffeln, Kohlrabi, Kürbis, Lauchzwiebeln, Porree, Mangold, Möhren, Osterrettich, Paprika, Pak Choi, Pastinaken, Radieschen, Rosenkohl, Rote Bete, Rotkohl, Schwarzer Rettich (neu), Schwarzwurzel (neu), Sellerie, Spinat, Stangenbohnen, Dicke Bohnen, Tomate, Weißkohl, Wildkohl, Wirsing, Zucchini, Zwiebeln

Obst
Alte Apfel- und Birnensorten je nach Saison

Kräuter
Dill, Petersilie, Schnittlauch und Basilikum

Wildkräuter (dank Brigitte Sprenger)
Hirschhornwegerich, Giersch, Löwenzahn, Sauerampfer, Taubnessel, Vogelmiere, Wiesenkerbel

Ziel sind auch essbare Blüten (Ringelblume, Lavendel, Kamille, Cosmea) mit anbieten zu können. Hier ist jedoch die Mithilfe der Ernteteiler nötig.

Saisonale Salatsorten wie Endivie, Asiasalat, Postelein, Pflücksalate, Kopfsalat verschiedene Sorten und Wilde Rauke versuchen wir wöchentliche mit anzubieten.

 

Was ist ein Ernteanteil und wie setzt er sich zusammen?
Wir bauen Gemüse an. Ein „großer Ernteanteil“ entspricht in etwa der Gemüsemenge, die zwei erwachsene Mensch und zwei Kinder wöchentlich benötigten.

Der „kleine Ernteanteil“ reicht für 1. Personen. In Haushalten mit weniger Gemüsebedarf oder in denen nicht regelmäßig gekocht wird, reicht er bestimmt auch für 2 Personen.

Jedoch entspricht der Ernteanteil nicht den Gegenwert zum Mitgliedsbeitrag, da der gesamte Betriebszweig von den Mitgliedern finanziert wird und nicht das einzelne Gemüse.


Was wird in den Wintermonaten angeboten?
Bei uns werden verschiedene Gemüse im Herbst geerntet und dann für den Winter eingelagert. Dazu gehören: Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Rote Bete, Pastinaken, Petersilienwurzel, Weißkohl und Sellerie
Wenn es nicht zu sehr friert, ernten wir frisch: Winterporree, Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing, Haferwurz, Schwarzkohl, Feldsalat und Postelein.
Zusätzlich empfehlen wir im Sommer verschiedenes Obst und Gemüse einzumachen oder einzufrieren – z.B. auch im Rahmen einer Gemeinschaftsaktion.


Was ist der Unterschied zur Biokiste?
Unser Gemüse ist nicht genormt – hier zählen die inneren Werte und es werden sowohl Riesen und Zwerge als auch krumme Gesellen verwertet.
Als Solawi-Mitglied finanziert ihr unsere Anbauweise und nicht das einzelne Gemüse – das Gemüse hat also keinen Preis, sondern einen Wert.
Ihr erhaltet ausschließlich saisonales Gemüse.

Bildung, Austausch und im besten Fall Gemeinschaftsgefühl sind wünschenswert.

 

Gibt es verschiedene Varianten der Ernteanteile?
Ja, es gibt einen großen und einen kleinen Anteil.

 

Was ist, wenn ich die Bieterrunde verpasst habe?
Mit der Bieterrunde (die eine Besonderheit des solidarischen Wirtschaftens darstellt und nicht verpasst werden sollte) ergibt sich der Betrag, zu dem im weiteren Verlauf der Saison ein Ernteanteil erworben werden kann.

 

Wie kommen die Lebensmittel zu mir?
Freitags und samstags kann das Gemüse am Hof abgeholt werden – hier dürft ihr euch euer Gemüse selber packen und mitnehmen.
Viele Mitglieder haben auch Fahrgemeinschaften gebildet. Einige Menschen kommen auch gern wöchentlich zum Hof und schätzen einen kleinen Plausch zur Gemüseabholung. Im Notfall steht zur späteren Abholung auch ein Kühlhaus zur Verfügung.

 

Wie werde ich über das Hofgeschehen informiert?
Zwei bis dreimal im Jahr organisieren wir vom Hof ein Treffen.

Es gibt einen gemeinsamen Start in die neue Saison, ein Herbsttreffen und den gemeinsamen Abschluss der Saison. Hier versuchen wir Eure Wünsche in die Saison mit einfließen zu lassen.

Darüber hinaus können Ernteteiler Treffen organisieren, gemeinsame Hoftreffen und Aktivitäten planen und diskutiert.

 

Was passiert, wenn ich im Urlaub bin?
Grundsätzlich haben wir die benötigte Gesamtsumme für unsere Gemüseproduktion so kalkuliert, dass die Ernteteiler mit ihrem Beitrag die gesamte Saison finanzieren. Sechs bis sieben Wochen im Jahr gibt es kein Gemüse zur Ausgabe. Das ist die Winterruhe, in der natürlich trotzdem gesät, gepflanzt und gepflegt wird, jedoch witterungsbedingt wenig Wachstum stattfindet.

Wenn ihr also im Urlaub seid, könnt ihr euren Anteil an die anderen Mitglieder oder an Freunde/Bekannte spenden, die dann stattdessen euren Anteil abholen. Gibt gern Bescheid, dann sind auch wir informiert.

 

Wie werde ich Ernteteiler?
In der Regel ist ein Einstieg jederzeit möglich.

Schicke uns eine E-Mail z.B. über unser Kontaktformular auf unserer Internetseite oder melde Dich telefonisch. Gerne vereinbaren wir einen Termin und erzählen Dir mehr über den Hof und die Abläufe.

Je nachdem, ob wir gerade freie Anteile haben, schicken wir dir anschließend unverbindlich eine Nutzungsvereinbarung zu oder setzen Dich auf die Warteliste.

 

Wie lang ist die Vertragsdauer?
Da wir landwirtschaftlich für ein Anbaujahr planen, umfasst die Vertragsdauer ebenfalls ein Anbaujahr. Das beginnt am1. März und endet am 28. Februar des Folgejahres. Solltest Du umziehen oder sollten wesentlich Veränderungen in Deinem Leben eintreffen, dann helfen wir Dir gerne einen neuen Abnehmer für Deinen Anteil zu finden.

 

Welches Risiko trage ich als Mitglied?
Als Mitglied trägst Du das Risiko, dass Du nicht eine ganz bestimmte Menge Gemüse zum vereinbarten Zeitpunkt bekommst. Fällt die Ernte einer Kultur kleiner aus als erwartet, kann weniger verteilt werden, fällt sie höher aus, kann mehr verteilt werden. Die finanziellen Verbindlichkeiten und die rechtliche Verantwortung für den Hof trägt die Betriebsleiterin.

 

Wie können sich die Solawi-Mitglieder aktiv einbringen?
Jede Art von Beteiligung bei uns ist freiwillig. Du kannst Dich gerne entsprechend Deiner Möglichkeiten auf verschiedene Art und Weise einbringen – ein Muss gibt es jedoch nicht.

Wünschenswert ist es, dass sich die Menschen einmal in der Saison für die Gemeinschaft einbringen. Es kann etwas sein was einem leicht fällt und einem selbst Freude bereitet.

In den letzten Jahren gab es teilweise unter Leitung verschiedener Mitglieder diverse Gemeinschaftsaktionen wie z.B. eine Apfelsaft-Pressaktion, gemeinsames Fermentieren, Pesto-Herstellung, Nisthilfebau, Sauerkrautherstellung, verschiedene kleinere Feste, Hoftreffen, Sauerteigherstellung, das Ölpressen, …
Vielleicht ergeben sich in Zukunft ein-zwei Arbeitsgruppen – eine hat sich zum Ölpressen bereits gefunden. Vielleicht hat eine Gruppe Lust ein Fest zu organisieren oder sich zu mehreren um das Thema Öffentlichkeitsarbeit zu kümmern.

Die Mithilfe auf dem Acker kann hin und wieder hilfreich sein. In dem Fall starten wir per SIGNAL gern einen Aufruf.

Wer Lust und Laune hat ist freitags im Vormittagsbereich zur Ernte und samstags für alle Tätigkeiten im Gemüse herzlich willkommen!

 

Was ist, wenn ich mit einem Gemüse nichts anfangen kann oder Gemüse nicht kenne?
Niemand ist verpflichtet sein Gemüse mitzunehmen. Mögt Ihr ein Gemüse nicht, spendet es gern in die sogenannte „Überschussbox“.

Darüber hinaus gibt es während der Ausgabe immer die Möglichkeit mit anderen zu tauschen. Es ist immer sehr schön zu sehen, wie sich so etwas ergibt.

 

Wie kann ich mich darüber hinaus vernetzen?
Es haben sich in den vergangenen Jahren zwei Gruppen über den Messenger „Signal“ etabliert. Eine „Aktionsgruppe“, in dieser wird die Hofpost geteilt oder an Aktionen erinnert.

Die „Rezepte teilen – Gruppe“ ist eine sehr lebendige Gruppe. Hier werden ausschließlich Rezepte geteilt, die Gemüse enthalten, welches in der Ausgabe gerade zu finden ist.

 

Werde Teil unserer Gemeinschaft, bekomme Bodenkontakt und gestalte Deine Lebensmittelversorgung aktiv mit – vielfältig, regional, ökologisch

 

 

Kontakt:
Solidarische Landwirtschaft Unna
Hof Westermann

Mühlhausener Dorfstraße 6
59425 Unna
Mobil: 0160 / 90202930
Mail: Katrinwestermann@web.deo ; info@westermann-imkerei.de

Internetseite: https://westermann-landwirtschaft.de/

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