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Pastoraler Raum – ab 2020 auf dem Weg

Liebe Christen in den Gemeinden,

Im kommenden Jahr beginnt offiziell der Prozess, durch den sich die Pfarreien in Unna – Fröndenbeg und Holzwickede-Opherdicke zu einem Pastoralen Raum entwickeln werden. Erste Schritte dazu sind Sie bisher zum Teil schmerzhaft und mit Mühe gegangen, da die Wirklichkeit manchmal der Theorie zuvorkommt und mit Wucht vieles gleichzeitig erfordert. – Abschied und zugleich Neuorientierung im Blick auf das pastorale Personal und die damit verbundenen Folgen für die einzelnen Gemeinden. Mit der Erarbeitung einer Gottesdienstordnung, die auf den gesamten Raum angepasst ist, ist bereits eine große strukturelle Hürde genommen worden. Ein pastoraler Raum soll sich jedoch nicht nur auf strukturelle Veränderungen beschränken, sondern vor allem die Herausforderungen für die Kirche in der Postmoderne in den Blick nehmen. Die damit einhergehenden Veränderungen sind vor allem geistlicher Natur. Was braucht es, um die Wirklichkeit bejahen zu können? Was brauchen wir, um glaubwürdige Christen in der Gegenwart sein zu können, die nicht in vergangenen sogenannten guten alten Zeiten festhängen oder sich in utopischen Luftschlössern einrichten. Im Laufe des Prozesses wird es darum gehen, Verbindungslinien herzustellen zwischen traditionellen Formen der Pfarrgemeinde und neuen Zugängen zu Glaube und Kirche an vielfältigen Orten und bei lebensnahen Anlässen.

Dies ist eine sowohl geistliche als auch eine gestalterische Aufgabe, die Kreativität und Bereitschaft zum Experiment ermöglicht und zugleich Wertschätzung von Bestehendem erfordert.

Beginnen wird dieser Prozess mit einer Auftaktveranstaltung Anfang Februar, zu der zunächst alle Gremienvertreter der Pfarrgemeinderäte und der Kirchenvorstände eingeladen sind. Der auf zwei Jahre angelegte Prozess wird von einem Beraterteam des Erzbistums begleitet, das die weiteren Schritte des Prozesses vorstellen wird. Es wird im Laufe des Prozesses immer wieder Gelegenheit zu einer breiten Beteiligung aller Interessierten geben. Geistliche und gestalterische Veränderungen brauchen Gelegenheit zum Wachsen und zur Entwicklung und vor allem eine breite Basis. Ich wünsche Ihnen die Freude, sich auf einen solchen Entwicklungsprozess einzulassen, der dann nicht nur in Defiziten, sondern auch durch Neues und Ungeahntes erlebbar wird.

Ich wünsche Ihnen allen einen guten Übergang in das neue Jahr in eine gesegnete Zeit.

 

Ihr Paul Mandelkow, Pfr

 

 

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